Biodynamische Osteopathie

Dynamik

Dynamik

Die biodynamische Osteopathie basiert auf der Arbeit von W.G. Sutherland, D.O..
Er entwickelte ein physiologisches und therapeutisches Model, welches auf klinischer Anatomie, den Kräften der Embryologie, der direkten Wahrnehmung der Naturgesetze, der unwillkürlichen Autokorrektur und der Selbstheilungskräfte im Körper basiert.
Die embryologische Basis hierfür hat in einer geradezu perfekten Weise der deutsche Embryologe Prof. Erich Blechschmidt erforscht und geschaffen.
Als der amerikanische Osteopath Dr. James S. Jealous D.O. 1982 einen Vortrag über Embryologie für die „Sutherland Cranial Teaching Foundation“ vorbereitete, fiel ihm das Buch „Biokinetik und Biodynamik der menschlichen Entwicklung“ der Embryologen Dr. Blechschmidt und Dr. Gasser in die Hände.
Dr. Jealous las Dr. Blechschmidt’s Beschreibung der embryologlischen Entwicklung der metabolischen Felder und verknüpfte dies mit dem, was Dr. Sutherland, Begründer der Craniosacralen Osteopathie, als die Flüssigkeitsfelder beschrieben hatte: Dr. Blechschmidt sah den ganzen Embryo in einem morphogenetischen Feld, während Dr. Sutherland einen physischen Körper in Kommunikation mit einem Flüssigkeitskörper beschrieben hatte.
Dr. Jealous vereinte dieses Wissen und bereitete mit der Entwicklung feiner Wahrnehmungs- und Behandlungstechniken einen neuen Weg in der Osteopathie, die Biodynamische Craniale Osteopathie war geboren.
Diese Arbeit ist noch sanfter und subtiler als die traditionelle Osteopathie.
Ziel biodynamischer „Techniken“ ist es, den Patienten in seiner Gesamtheit zu behandeln und ihn mit den Gesundungsprozessen im Körper in Kontakt zu bringen.
So wird nicht ein Segment im Patienten zum Neutralpunkt, sondern dessen gesamter Körper – mit Erreichen dieses Neutralzustandes entsteht ein Gleichgewicht im vegetativen Nervensystem – Homöostase.
Wendet man nun an diesem Punkt bestimmte Prinzipien an, kommt ein therapeutischer Prozess in Gang, der den Menschen als Ganzheit erreicht.
Der Osteopath benützt seine Hände zur Wahrnehmung, Diagnosestellung und Behandlung.
Die Aufmerksamkeit richtet sich hierbei nicht auf die Suche nach Symptomen und Dysfunktionen, sondern auf das Erkennen von Prioritäten, welche die innewohnende Gesundheit vorgibt und welche unterstützt werden sollen.

Verfasst von Claudia Biesinger

Forschung im Bereich der Osteopathie

Immer wieder wird von Medizinern der Osteopathie vorgeworfen, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise über ihre Wirksamkeit gäbe. Dies stimmt so nicht. Größere validierte Studien sind als Privatmann kaum zu leisten. Da die Osteopathie immer mehr auch als Bachelor und Masterstudiengang angeboten wird, ist es jetzt möglich, Arbeiten im Bereich der universitären Forschung zu erstellen.

In den Vereinigten Staaten ist Osteopathie ein ärztliches Studium und hier gibt es eine Vielzahl an Forschungsarbeiten. Diese Arbeiten sind in den entsprechenden Suchmaschinen zu finden wie z.B. medline. Exemplarisch möchte auf eine Studie von Frau Belinda Coulton verweisen: “Osteopathische Forschung bei Kindern”. Diese Arbeit ist bei www.thieme-connect.de/ejournals unter http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1557854 einsehbar.

Eine Gruppe russischer Ärzte in Sankt Petersburg hat mehrere Studien im Kinderbereich verfasst.

www.rusosteopathy.com/rvsom/stat202.doc

Hier in Deutschland werden wissenschaftliche Arbeiten durch den “Förderverein für osteopatische Forschung“ unterstützt. Es existiert eine Studie zu chronischen Rückenschmerzen. Diese ist unter folgendem Link herunter zu laden:

www.foerderverein-osteopathie.de/

Weitere wissenschaftliche Arbeiten sind gegen eine Unkostenentschädigung unter folgender Adresse zu erhalten:

http://www.german-afo.de/diplom.html
Hier handelt es sich um Diplomarbeiten, die von der “Akademie für Osteopathie” gefördert wurden.

Um den Wissenschaftler Robert Schleip wird an der Uni Ulm zum Bereich der Faszien geforscht. Die Faszien stellen eines der großen Arbeitsfelder der Osteopathie dar.

https://www.uni-ulm.de/med/…/faszienforschung.html

Information zum Schlafverhalten und Schreien beim Baby / kleinen Kind

Baby

Baby (Foto: gettyimages.com)

Schlafen will gelernt sein

Bei der Geburt ist das Schlafverhalten des Säuglings noch unausgereift. Tag- und Nachtrhythmus sind noch nicht ausgebildet und das Schlafbedürfnis ist sehr individuell. Dabei muss das Schlafverhalten des Kindes langsam an die Bedürfnisse der sozialen Umgebung angepasst werden. Weiterlesen

Der Schädeleingang, das Nadelöhr im Körper

Funktionsbereiche des menschlichen Gehirns

Funktionsbereiche des menschlichen Gehirns (Foto: Fotolia.com)

Der Schädeleingang, das Nadelöhr im Körper
Dieser Bereich heißt auch der magische Zentimeter. In keiner anderen Region des Körpers wird so viel organisiert. Eine Behandlung dieser Region hat auf viele Systeme des Körpers Einfluss. Weiterlesen

Rückenprobleme – eine erweiterte Sicht

Mann mit Rückenschmerzen

Mann mit Rückenschmerzen (Foto: Fotolia.com)

Man hat Rückenprobleme und geht zum Arzt. Dieser lässt ein Röntgenbild machen und es wird eine Vorwölbung der Bandscheibe festgestellt, welche dann meist an den Rückenschmerzen Schuld sein soll. Wenn ein relevanter Bandscheibenvorfall vorliegt, ist dies meist schon sehr eindrucksvoll an der Schonhaltung des Patienten zu sehen und jede Bewegung und damit ein weiterer Zug auf die Gleitlager des Ischias z.B. löst heftige Schmerzen aus. In ganz vielen Fällen liegen jedoch andere Ursachen vor. Weiterlesen

Schädelasymmetrie, Kiss-Syndrom

Baby

Baby (Foto: Fotolia.com)

Am Ende der Schwangerschaft werden die räumlichen Verhältnisse für den Embryo immer enger. Manche Kinder rutschen schon sehr früh ins kleine Becken oder die Mutter hat Anomalien, Verletzungen usw., die den kindlichen Kopf beengen können. Vielleicht sind es Zwillinge, die sich gegenseitig den Platz streitig machen. Auch eine heftige Geburt, eine ungünstige Geburtsposition wie der Sternengucker, der Einsatz einer Sauglocke und noch weitere Problematiken können den kindlichen Kopf beeinflussen und es kann hier zu Verschiebungen der Schädelplatten kommen. Weiterlesen

Faszien, ein faszinierendes System

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen (Foto: Fotolia.com)

In der letzten Zeit wurde von Seiten der Medien den Faszien immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt und die Wissenschaft erforscht dieses System immer weiter. In der Osteopathie und im Rolfing, deren Begründerin Ida Rolf war, wird den Faszien in der Behandlung eine große Bedeutung geschenkt. Weiterlesen

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Schwangere Frau mit Kind

Schwangere Frau mit Kind (Foto: Fotolia.com)

Rückenprobleme in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann der Osteopath für die werdende Mutter viel Gutes tun.

Im Vorfeld der Schwangerschaft kann die osteopathische Behandlung die Mobilität des Beckens verbessern. Durch Techniken im Bereich der Eingeweide und des Blutsystems kann die Durchblutung verbessert werden. Um schwanger zu werden ist die Beweglichkeit von der Gebärmutter und den Eileitern von Bedeutung. Weiterlesen

Was haben Stillprobleme mit der Entwicklung des Kiefers zu tun?

Stillbeschwerden, Verdauungsstörungen, Sprachfehler und Skoliose. Hinter diesen Dysfunktionen kann ein Übeltäter stecken: Der Kiefer.

Bereits bei einem kleinen Baby kann man Anzeichen für eine mögliche Problematik im Kieferbereich erkennen. Oft haben die Kleinen Probleme mit dem Trinken, sie werden hektisch, verschlucken sich und schreien – so kann das Stillen zum Stress ausarten. Weiterlesen