Tiefencranio

3D illustration male nervous system, medical concept.

Von 2011 bis 2016 habe ich in Bad Alexanderbad an der Fortbildung Tiefencranio und Organsprache bei Norbert Neumann DO. in Bad Alexanderbad teilgenommen. Diese Fortbildung wurde vom Gesundheitscampus der St. Elisabeth Universität Luzern zertifiziert.

Bekannter ist die Craniosakrale Therapie nach John Upledger aber auch die Craniale Osteopathie nach Gordon Sutherland. In den letzten Jahren haben Forschungen im Bereich der Neurowissenschaften erhebliche neue Erkenntnisse gebracht. Diese neuen Erkenntnisse sind in diese Ausbildung Tiefencranio eingeflossen.

Die Erforschung des Connecton (Gehirnkarte der Areale) zeigt immer mehr wo wir welche Funktionen verarbeiten und welche Areale wie verschaltet sind. In dieser Ausbildung wurde auch gezeigt, wie die vielfältigen Systeme sich aufbauen, wie das Kind Sehen, Sprechen und Motorik lernt. Da jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen in seinem Leben macht und unterschiedliches Wissen erwirbt, ist jedes Gehirn individuell wie ein Fingerabdruck. Der Aufbau der Gehirnwindungen und auch seine Strahlungen sind individuell. Hier gilt „Benutze es oder verliere es“. Ein Kind besitzt noch alle Laute (Phoneme) der Welt und wird nur die behalten, die es täglich hört. Um eine Fremdsprache akzentfrei zu lernen, müssen wir diese in den ersten Lebensjahren hören.
Mit einer geschulten Hand und mit Kenntnissen des Gehirnaufbaus kann man spüren, welche Bereiche Fehlspannungen oder Dysharmonien haben, ähnlich wie bei einem EEG. Osteopathisch kann man deren Harmonisierung unterstützen.

Damit all diese Areale sich gut aufbauen benötigt der Schädel eine ausreichende Mobilität. Die Entwicklung des Schädels ist eng mit dem Nervensystem verbunden, da die Schädelplatten aus dem gleichen Keimblatt (Ektoderm) wie das Nervensystem entsteht. Das Baby hat noch wesentlich mehr Schädelknochen als der Erwachsene, da sein Gehirn noch stark wächst. Der Hirnschädel verknöchert bis zum 7. Lebensjahr, der Gesichtsschädel am Ende der Zahnung, circa 20. Lebensjahr. So spielt vor allem für das kleine Kind, da hier die größte Entwicklung passiert, die intraossäre (zwischen den Knochenanteilen liegende Beweglichkeit) und die der Schädelknochen untereinander eine große Rolle.

Das Gehirn entwickelt sich nach außen und die inneren Hüllen, die Hirnhäute und die ganzen Einscheidungen der Areale, Gefäße, Hohlräume und Nerven begrenzen das Wachstum nach außen. Diese Spannungen agieren wechselseitig, man nennt das Tensegrity. Die Hirnhäute setzen sich als Rückenmarkshäute und in der Peripherie als Nervenhüllen bis ans Ende der Gliedmaßen fort. Eine gute Funktion des Nervensystems hängt von der Gleitfähigkeit dieses Systems ab. Bei der Suche nach der Ursache einer Spinalkanalstenose sucht man in der Osteopathie über die gesamte Länge z.B. könnte die Ursache eine starke Überstreckung der Kopfgelenke oder eine Steifigkeit der oberen Brustwirbelsäule sein.

Ein weiteres wichtiges System sind die Gefäße. Diese liegen in Scheiden, die vom Herz zum Gehirn führen und wieder zurück. Spannungen im Bereich des Thoraxeingangs und des Mundbodens führen zu Flussstörungen im arteriellen System. Diese Scheiden werden über fasziale Techniken gelöst. Der Schädel besitzt erst ab der Schädelbasis Venen, darüber fließt das venöse Blut in den Steigleitern, das Öffnungen der Trennhäute (Falxen) der rechten und linken Gehirnhälfte, aber auch von Groß- und Kleinhirn zum Schädel hin ab zur Schädelbasis, um sich im Bereich der Hypophyse zu sammeln und dort die Hormone mitzunehmen und im Körper zu verteilen. Durch diese Funktionen wird die Behandlung der Hirnhäute wichtig. Über kleine Venen in der Kopfschwarte, die durch die Schädelnähte in den Raum der Liquorflüssigkeit um das Gehirn gehen, wird das Flüssigkeitsvolumen und die Temperatur des Gehirn konstant gehalten. Daher ist die Gleitfähigkeit der Kopfschwarte von Bedeutung. Von den Augenbrauen über den Schädel, dem gesamten Rücken, der Rückseite der Beine, bis zur Fußsohle liegt eine zusammenhängende Muskelkette. Fehlspannungen in den faszialen Muskelketten beeinflussen sich wechselseitig.

Vor kurzem wurde dargestellt, dass die Gliazellen (Stützzellen und Immunzellen des Gehirns) eine Hülle um die Gefäße bilden in dem eine Art Lymphe fließt, die das Gehirn reinigt. Bisher ging man davon aus, dass das Gehirn kein Lymphsystem besitzt. Durch diese neueren Erkenntnisse muss man den Therapieansatz bei Alzheimer, MS usw. überdenken. Daher ist eine gute Funktion der Zu- und Abflüsse wichtig. Dies sind für den Kopf der Bereich des Mundbodens (Carotis) und der Kopfgelenke (Vertebralis).

Die freie Beweglichkeit im Bereich der Kopfgelenke und der Einscheidungen in diesem Bereich ist wichtig für den Liquorabfluss über den 4. Ventrikel. Die äußeren Hüllen wie die Kopfschwarte und die inneren Häute funktionieren wie eine Wippe und aktivieren sich gegenseitig. In all die Gewebe im Schädeleingangsbereich ist der lymphatische Rachenring eingelagert. Er ist unser erster Kontakt zu allem Fremden ob das Essen und Trinken oder Atmen ist. Hier liegen viele Lymphknoten. Durch die räumliche Nähe wirken all diese Prozesse auf die Entwicklung des Kauorgans ein. Störungen im Lymphfluss können zu Störungen der Zahnbildung und Sprache führen (Mundatmung).

Die chinesische Medizin ordnet den Organen Emotionen zu wie z.B. Zorn und Ärger, der die Leber stört. Auch hier in unserem Sprachgebrauch kennt man solche Kontexte wie: das schlägt mir auf den Magen, mir wird es eng uns Herz, das nimmt mir die Luft. Hier gilt dasselbe, dass sich das Außen,das Skelett, die Faszien usw. auf die inneren Strukturen auswirken und sich gegenseitig beeinflussen. Mit großer Schulung ist an der Spannung der Strukturen, diese wechselseitige Beeinflussung zu ertasten und auch zu erspüren, wo die Einschränkungen liegen, die zum Problem des Patienten führen. So kann eine erhöhte Spannung im Bereich des oberen Brustbeins, der Schlüsselbeine und der oberen Brustwirbelsäule bei dem einen Patienten zu Schilddrüsenproblemen führen, beim anderen zu Schulterproblemen, beim dritten zu Lungen- oder Herzproblemen. In der Osteopathie wird auch die Geschichte des Patienten betrachtet. So können Ereignisse, die im Laufe des Lebens passiert sind viel später zu Problemen führen und sich auch gegenseitig beeinflussen. Die Summe des Erlebten kann dann zur Einschränkungen und dem Verlust der Kompensationsfähigkeit führen und damit zur Erkrankung. Es gibt genetische Veranlagungen wie Körperform, einer Neigung zu bestimmten Erkrankungen wie z.B. Arthrose, Herz-Kreislaufprobleme. Man ist diesen Dingen aber nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann sie beeinflussen. So ist es dem Osteopathen möglich zu spüren, ob ein Kind die Anlage der Eltern wie Trichterbrust, Skoliose in sich trägt. Über die osteopathische Behandlung kann man die Entwicklung der Strukturen unterstützen. Über die Behandlung des Thorax und der Wirbelsäule lassen sich innere Organe wie z.B. Lunge, Magen usw. im chronischen wie im akuten Zustand beeinflussen, was dann auf die Widerstandsfähigkeit des Menschen und auch auf seine Psyche Einfluss hat.

Meditation und Gehirn, Heinz Hilbrecht, Schattauer
Das Gesetz der Balance, Dr.med. Fritz Friedl, Gräfe und Unzer
Organwesen, Ewald Kliegel, Anne Heng, Ryvellus
Körperschmerz-Seelenschmerz, Hildegund Heinl, Peter Heinl, Kösel
Was uns krank macht was uns heilt, Christian Schubert, Fischer und Gann
Was geht da drinnen vor, Lise Eliot, Berlin Verlag
Myofasziale Leitbahnen, Tom Myers, Elsevier

Wie entsteht Bewegung

Lachende Kinder

Wie baut sich Bewegung auf

Die Bedeutung des Rhythmus

Der Körper ist eine lebendige Matrix. Die Information zwischen verschiednen Teilen passiert nicht nur über Nervensignale, sondern auch durch elektromagnetische Impulse unterschiedlicher Frequenzen. Die Faszien, die alles im Körper verbinden, alles umhüllen bis in den Interzellularraum sind Überträger dieser Schwingungen.
Die rhythmischen Bewegungen verursachen eine periodische, sich ständig verändernde Stimulation des Gehirns, die vom Gleichgewichtssinn, dem Tastsinn und der Tiefeinsensibilität ausgeht. Bei diesem Prozess werden Nervensignale durch Transmitterstoffe wie Dopamin, Glutamat, Gaba usw. übertragen. Solche wechselnden, oszillierenden Stimulationen sind wesentlich wirksamer. Die kontinuierlichen
Nervenreize führen zur sogenannten Gewöhnung und werden dann nicht mehr wahr genommen.
Informationen werden auch durch unterschiedliche Arten von Energie durch das gesamte System des Körpers übertragen und zwar in Form von Licht oder elektromagnetischer Strahlung, Geräuschen, chemische oder mechanischer Energie. Viele der wichtigsten Bestandteile der Muskeln und des Skeletts liegen spiralförmig vor. Dadurch erhalten sie Elastizität und eine gute Resonanzfähigkeit. Die Muskelketten sind spiralförmig angelegt und folgen den Meridianen der chinesischen Medizin. Die Knochen verformen sich unter Belastung spriralförmig. Unsere Bewegungsprogramme sind spiralförmig. Das Blut fließt spiralförmig, die DNA ist spiralförmig.

Das Stammhirn

ist der älteste Teil des Gehirns. Dort sind alle lebenswichtigen Vorgänge organisiert und ist für die Selbsterhaltung der Art wichtig. Es ist das neuronale Fahrgestell.
Beim Fötus entwickelt sich das Stammhirn schrittweise. Über das retikuläre Aktiviertungssystem (RAS) erhält es aus allen Teilen des Körpers Informationen: Gleichgewicht, Tiefensensibilität, Proprioception (Eigenwahrnehmung), Seh-, Hör- und Tastsinn. Es steuert damit die Herz- und Atemtätigkeit. Den Muskeltonus. Wird das Stammhirn zu wenig angeregt, kommt es zu einem zu schwachen Muskeltonus.

Die motorische Aktivität des Fötus beruht auf den primitiven Reflexen. Das sind automatische, stereotype,vom Stammhirn gesteuerte Bewegungen. Diese Reflexe entwickeln sich nach und nach in unterschiedlichen Stadien der Schwangerschaft, müssen reifen und müssen schließlich durch die Basalganglien gehemmt und in das gesamte Bewegungsmuster des Babys integriert werden.
Ein Kind, dessen primitive Reflexe bei der Geburt nicht richtig entwickelt und reif waren, hat es schwerer, diese rechtzeitig zu hemmen, als wenn die Reflexe voll ausgereift waren. Dies gilt für Frühgeburten und Kaiserschnittkinder.

Das Kleinhirn

ist eine Ausbuchtung des Stammhirns. Es erhält Signale von den Rezeptoren der Tiefensensibilität und dem Tastsinn. Zwischen dem Kleinhirn und dem motorischen Kortex gibt es wichtige Nervenverbindungen, so dass es eine Rolle bei der Bewegungskoordination spielt. Gemeinsam mit den Vestibularkernen (Gleichgewichtssinn) bestimmt das Kleinhirn unsere Orientierung im Raum. Seine Aufgabe besteht darin, für geschmeidige, leichte und koordinierte Bewegungen zu sorgen und Abweichungen der ausgeführten Bewegung zu korrigieren.
Das Kleinhirn hat auch eine starke Verbindung:
-zum präfrontalen Kortex. Er ist verantwortlich für Aufmerksamkeit, Planung, Urteilsvermögen und Impulskontrolle.
-zum Sprachzentrum (Wernecke- und Brocazentrum)
-zum Sehareal im Frontallappen für die Augenfolgebewegung

Das reptilienhafte Gehirn

liegt neben dem Stammhirn und ist evolutionär neuer. Es steuert die soziale Interaktion, die durch Rituale, Routineabläufe und strenge hierarchische Unterordnung gekennzeichnet ist. Hier liegen die Basalganglien. Sie steuern automatische Haltungsreflexe im Gravitationsfeld. Sie sind Mittler der Bewegungssteuerung zwischen Stammhirn und Neokortex. Hier werden die Haltungsreflexe gebildet, die uns ein Leben lang erhalten bleiben und nicht der Willkür unterliegen. Diese Haltungsreflexe sind für unsere Stabilität wichtig, dass wir im Vierfüßlerstand, beim Sitzen, Stehen und Gehen das Gleichgewicht behalten und wir diese Funktionen automatisch ausüben können.
Wenn wir den Entschluss fassen, uns zu bewegen, schickt der motorische Kortex Signale an die Basalganglien, damit die Hemmung reduziert wird.

Die motorische Entwicklung des Babys

Die Motorik des Neugeborenen wird von primitiven Reflexen gesteuert. Wenn es spontane rhythmische, altersentsprechende Bewegungen macht, werden die primitiven Reflexe gehemmt und die Haltungsreflexe ausgeprägt. Es gibt ein inneres Programm für diese Entwicklung.
Bei den Kindern, wo diese primitiven Reflexe nicht genügend integriert werden, kommt es zu vielfältigen Störungen wie ADS, ADHS, Seh- und Hörprobleme, Muskeltonusprobleme, emotionale Probleme usw.

Der Tonische Labyrinthreflex TLR

Ist der Kopf des kleinen Kindes gebeugt, dann beugen sich auch die Gliedmaßen wie Arme und Beine.
Wird der Kopf gestreckt , strecken sich Arme und Beine. Der rückwärtige Teil wird während der Scheidengeburt durch die starke Streckung des Kindes beim Austritt aktiviert und hilft, dass die Rückenstrecker einen Tonus aufbauen, der dann für das Heben des Kopfes in Bauchlage wichtig ist.
Wird der TLR nicht richtig integriert, verändert sich der Muskeltonus durch die Kopfbewegung nach hinten oder vorn und bringt das Gleichgewichtszentrum durcheinander. Diese Kinder haben Schwierigkeiten damit, Raum, Entfernung, Abstand, Tiefe und Geschwindigkeit abzuschätzen.
Anzeichen für einen aktiven TLR
-Schwierigkeiten, den Kopf hochzuhalten
-schwache Nackenmuskeln
-zusammengesunkene Haltung
-schwacher Muskeltonus, hypermobile Gelenke
-Probleme beim Heben der Arme, beim Klettern
-Augenmuskeln arbeiten nicht korrekt, Tendenz zum Schielen
-angespannte Muskeln, Tendenz zum Spitzengang
-Gleichgewichtsprobleme beim Schauen nach unten und oben
-Koordinationsprobleme

Der Landau-Reflex

im Alter von 4 Wochen beginnt ein Baby in Bauchlage den Kopf zu heben, nach 1-2 weiteren Monaten hebt es den Oberkörper und Kopf (oberer Landau). Mit 4 Monaten hebt es zusätzlich noch die Beine (unterer Landau) und sieht aus wie ein Fisch auf dem Trockenen. Der Landau-Reflex sollte bis zum 4 Lebensjahr abgebaut sein. Wenn das Kind den Oberkörper heben kann, werden die Arme frei für die Greiffunktion. Dies dient der Entwicklung des Nachsehens, Augenintegration und 3 dimensionales Sehen. Wenn der Landau nicht ordnungsgemäß entwickelt wird, kann sich der TLR nicht abbauen.
Folgen sind ein schwacher Tonus der Rückenmuskeln und eine effiziente Zusammenarbeit des Ober- und Unterkörpers wird gestört.

Der symmetrisch tonische Nackenreflex STNR

Er entwickelt sich mit 6 Monaten und sollte bis vom 9 -11 Monat abgebaut sein. Dieser Reflex ermöglicht dem Kind den 4-Füßler Stand zu entwickeln. Noch bevor es zum Krabbeln kommt, muss er integriert sein. Strecken sich die Arme, beugen sich die Beine, Beugen sich die Arme, stecken sich die Beine. Integriert wird er durch das Schaukeln im 4-Füßler-Stand.
Ist er nicht integriert, sitzt das Kind wie ein Kartoffelsack, es fehlt die Kraft in den Armen. Er ist wichtig für das binokulare Sehen (Koordination der beiden Augen) und der Akkommodation (Weit- und Nahsehen). Dies kann später zu Leseproblemen führen.

Der Spinale Galantreflex

Streicht man rechts oder links der Lendenwirbelsäule entlang, dreht sich die Hüfte der gleichen Seite. Der Reflex entwickelt sich 20 Wochen nach der Empfängnis und sollte sich zwischen dem 3-9. Monat abbauen. Im Mutterleib ist der wichtig für die Weiterleitung der Körpervibration zur Entwicklung des Gleichgewichtssinnes. Während der Entbindung unterstützt er den Weg durch den Geburtskanal. Wird dieser Reflex nicht integriert, so ist die Entwicklung des Amphibienreflexes gestört, was zu Schwerfälligkeit des Unterkörpers und Anspannung in den Beinen führt. Diese Kinder sind hyperaktiv und unruhig. Ältere Kinder fixieren die Lendenwirbelsäule mehr und werden dort unbeweglich, was im Erwachsenenalter zu Rückenproblemen führen kann.

Der Spinale Perez-Reflex

Er tritt bei der Geburt auf und sollte zwischen dem 3-6. Lebensmonat integriert sein. Streicht man mit dem Finger entlang der Wirbelsäule von der Brustwirbelsäule bis zum Steiß streckt das Kind die Wirbelsäule und Arme und Beine. Er unterstützt die Entwicklung des Landau und des STNR und ist für die Entwicklung des 4-Füßler-Stand wichtig.
Baut sich der Reflex nicht ab, kommt es zur Empfindlichkeit im Bereich der BWS.

Der Amphibienreflex

Er ist lebenslang erhalten. Ausgeprägt wird er im Alter von 4-6 Monaten. Das Heben des Beckens auf einer Seite verursacht die automatische Beugung von Arm,Hüfte und Knie derselben Seite. Er entwickelt sich zuerst in Bauchlage und dann in Rückenlage. Seine Ausprägung beginnt erst, wenn der ATNR einigermaßen integriert ist. Bevor das Kind Überkreuzbewegungen machen lernt, muss der Amphibienreflex vorhanden sein.

Der Furcht und Lähmungsreflex

Der Furcht-Lähmungsreflex ist einer der frühsten Rückzugsreflexe, die bereits im 2 Monat nach der Empfängnis auftreten. Er ist kein primitiver Reflex, da er nicht über Sinne ausgelöst wird. Der Reflex sollte als Stressreaktion der fötalen Zellen betrachtet werden. Bei Auslösung entstehen Stressproteine, die die Zellwand weniger durchlässig machen und den aktiven Zelltransport behindern. Gleichzeitig ist der Fötus starr und bewegt sich nicht. Er wird meist durch äußere Faktoren ausgelöst wie z.B. elektromagnetische Strahlung, Gifte usw. Manchmal kann sich die Überempfindlichkeit auf den Geruch und den Geschmack erstrecken. Stress kann bei diesen Menschen nicht gut integriert werden.

Moro-Reflex

Er beginnt in der 12 Schwangerschaftswoche und sollte in der 30 Woche abgebaut sein. Wird der Furcht-Lähmungsreflex nicht gehemmt, kann es zur Blockade der Entwicklung und der Integration des Moro-Reflexes kommen. Der Moro-Reflex wird ausgelöst durch starke und unangenehme Stimulation des Gleichgewichts-, Gehör-, Sehsinn oder der Tiefensensibilität, durch eine rasche Änderung der Kopfposition, einem lauten Ton oder visuellen Reiz.
Zuerst nimmt das Kind einen tiefen Atemzug und streckt Arme und Beine
dann beugt es diese wieder und beginnt zu weinen.
Im Mutterleib dient es die Atemmuskeln zu trainieren
Wird er nicht abgebaut kann es zu Auffälligkeiten mehrerer Sinne kommen:
-Sehsinn: große Pupillen mit langsamer Reaktion auf Licht, dadurch schlechtes Dämmersehen und -Lichtüberempfindlichkeit
-Gehörsinn: Geräuschüberempfindlichkeit, Schwierigkeit Hintergrundlärm auszublenden
-Gleichgewichtssinn: Reisekrankheit, Probleme mit dem Gleichgewichtssinn
-Tastsinn: Überempfindlichkeit auf Berührung
-Tiefensensibilität: Überempfindlichkeit auf plötzlichen Lagewechsel

Reflexe zur Koordination über die Mittellinie

Das Baby bewegt seine Körperhälften noch unabhängig von einander. Die Verbindung über die Mittellinie, das Corpus callosum (Balken) muss sich noch entwickeln. Dazu dient unter anderem der

Der Asymmetrisch Tonische Nackenreflex ATNR

Er entwickelt sich 18 Wochen nach der Empfängnis und sollte bis zum 6. Monat integriert sein. Dreht das Kind den Kopf zu einer Seite, werden Arm und Bein dieser Seite gestreckt, die der anderen Seite gebeugt. Der ATNR löst beim Fötus Kickbewegungen aus, die die Mutter spürt. Er trainiert das Sehen mit beiden Augen, beim Lesen die Bewegung der Augen über die Mittellinie.

Babkin-Reflex

Ein leichter Druck in die Handflächen eines Babys löst ihn aus. Das Kind öffnet den Mund neigt den Kopf vor oder zur Seite und macht Saugbewegungen. Er entwickelt sich im 2. Monat nach Empfängnis und sollte zwischen dem 3-4. Monat integriert sein. Er steuert die Handbewegungen. Seine Integration ist später für die Feinmotorik wie Schreiben wichtig. Handkoordination und Sprechen hängen zusammen. Der Hand- Mundkontakt des Kindes wird durch diesen Reflex aktiviert. Ist er nicht ausgeprägt, dann findet zu wenig sensorische Reizung des linken Scheitellappens statt, und die Sprachbildung kann sich verzögern.

Greifreflex

Fasst man das Baby an den Fingern, wird der Greifreflex ausgelöst. Zieht man es hoch, strecken sich die Arme. Er entwickelt sich im 3. Schwangerschaftsmonat und sollte während des 1. Lebensjahres integriert werden. Er ist wichtig für die Hand- Augen-Koordination, das beidäugige Sehen und die Zusammenarbeit der Gehirnhälften. Später ist er für die Ohrkoordination wichtig. Wenn es den Greifreflex integriert, lernt es gleichzeitig die Richtung und Entfernung eines Geräusches abzuschätzen. Durch das Wegwerfen übt das Kind dies. Ein persistierender, aktiver Greifreflex verursacht Verspannungen im Schulterbereich, das Kind kann Bewegungen der Schulter und der Hände nicht unterscheiden.

Hochziehreflex

Man fasst das Kind an den Händen und zeiht es heran. Es beugt die Arme und unterstützt das Heranziehen. Er erscheint in der 28. Schwangerschaftswoche und sollte zwischen dem 2-5 Monat integriert werden. Er vermischt sich mit den Greifreflex.

Der Babinskireflex

Er entwickelt sich im 1. Monat nach der Geburt und sollte bis zum 2. Lebensjahr integriert sein. Er ist für den Muskeltonus des Unterkörpers wichtig. Ist er wenig ausgeprägt sind die Kinder oft „plattfüßig“ und mögen nicht laufen. Sie laufen auf der Innenkante der Füße.

Der Plantarreflex

Drückt man mit dem Daumen zwischen den Zehen und dem Fußgewölbe auf die Sohle des Kindes, kommt es zur Beugung der Zehen. Dieser Reflex erscheint in der 11. Schwangerschaftswoche und sollte im 7-8. Monat integriert sein. Auch er ist für die phonologische Integration wichtig.

Das limbische System

Es ist im mittleren Bereich des Gehirns lokalisiert und ist bei den Säugetieren vorhanden. Seine wichtigste Aufgabe ist die Steuerung der Emotionen.
Für unser Überleben ist das limbische System entscheidend
-es steuert und reguliert unser Innenleben
-es hat eine wichtige Rolle für die Beziehung der Individuen zu seiner Umgebung und erhält entsprechend Informationen vom Tastsinn, der Tiefensensibilität, dem Gleichgewichts-, Seh-, Geschmacks- und Geruchssinn.
-Durch den Vagusnerven erhält es Informationen der inneren Organe wie Magen, Herz usw.
-Hier wird Stress verarbeitet, Flucht und Fliehen
-es hat engen Kontakt zu unserer Gedankenwelt wie „Schmetterlinge im Bauch“
-es ist wichtig für die Gedächtnisbildung. Daher lernen wir besser, wenn wir emotional beteiligt sind.

Bleibt der Mororeflex erhalten drückt sich diese Spannung auch im Körper aus durch ein angespannte Zwerchfell und Atemmuskeln und er Muskeln von Brust und Hals. Die Beugemuskeln werden kontrahiert und die Wadenmuskeln verkürzen sich. Nacken- und Rückenmuskeln sind verspannt. Wilhelm Reich prägte den Begriff „Muskelpanzer“.
Bei andauerndem Stress werden im Gehirn Enkephaline gebildet. Sie vermindern Schmerzen und erhöhen die Aktivität.
Persönliche Erfahrungen sind es, die uns als Individuen ausmachen, was wir sehen, hören und spüren.

Bis zum Alter von 3 Jahren sollte das reptilienhafte Gehirn im Großen und Ganzen vernetzt sein. Danach kann das Kind seine Individualität ausprägen. Es kommt in die Trotzphase.
Im Alter von 8-9 Jahren machen die Kinder einen weiteren Entwicklungsschritt in der Verknüpfung zum präfrontalen Kortex. Das logische Denken gewinnt auf Kosten des symbolischen, fantasievollen Denkens die Oberhand. Kinder werden fähig, sich die Zukunft vorzustellen und sich mit anderen zu vergleichen. Sie verstehen, dass ihre Eltern nicht alles bewerkstelligen können, erfahren ihre eigenen Grenzen und müssen viele ihrer Träume aufgeben.
Wenn die neuronalen Netze zwischen dem präfrontalen Kortex und dem limbischen System nicht genügend entwickelt wurde oder der präfrontale Kortex vom Kleinhirn oder den Basalganglein nicht genügend stimuliert wird, haben wir ein größeres Risiko von unseren Emotionen überwältigt zu werden, es kommt zu Ausbrüchen von Wut und Angst.

Die Kinesiologie, die Lehre der Bewegung, hat sich mit diesen Problemen intensiv beschäftigt. In Kirchzarten im Institut für angewandte Kinesiologie gibt es viele Kurse zu diesen Themen. Seit 30 Jahren werden dort führende Dozenten zu vielfältigen Themen eingeladen.

Im Verlag für angewandte Kinesiologie wurden viele der englischsprachigen Bücher übersetzt und angeboten. Aus diesem Angebot möchte ich zu dem obigen Thema einige empfehlen:

Bewegungen die heilen, Dr. Harald Blomberg
Greifen und BeGreifen, Sally Goddard Blythe
Bewegung-Das Tor zum Lernen, Carla Hannaford
Superfaktor Bewegung, Dr. John Ratey, Eric Hagermann
Brain Gym- Das Handbuch, Paul E. Dennison, Gail E. Dennison

Die rhythmischen Übungen zur Stimulation des Stamm- und Kleinhirns finden Sie im Buch von Dr. Blomberg
Übungen zur Reflexintegration können Sie unter Youtube finden

Rückbiss

Als Osteopathen haben wir das Glück mit allen Altersstufen arbeiten zu dürfen und durch unsere Hände zu erfahren, wie die Strukturen sich im Laufe des Lebens verändern und zu welche Problemen sie im Laufe der Jahre ausbilden können.
Bei unserer Arbeit mit Säuglingen begegnen wir immer wieder Neugeborenen, die mit dem Saugen Probleme haben. L.Haller (1) beschreibt die Funktion des Stillens und seine physiologischen Voraussetzungen. Der Säugling muss fähig sein die Brustwarze der Mutter mit seinen Lippen zu umfassen und mit der Zunge in einer melkenden Bewegung diese gegen den Oberkiefer auszustreichen. In seinem Artikel beschreibt L.Haller einige mögliche Ursachen. Die Problematik des Rückbisses, der allermeist durch ein zu kurzes Zungenbändchen hervorgerufen wird, fehlt in diesem Artikel. Leider wird heutzutage viel zu wenig auf diese Problematik eingegangen und dies hat weit reichende Folgen. Diese möchte ich gerne darstellen. Früher wurde viel häufiger das Zungenbändchen sofort durchtrennt und damit konnte der Säugling ein physiologisches Schluckmuster entwickeln. Ein kleiner Eingriff im Verhältnis zu den möglichen Folgen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht nur ein zu kurzes Zungenbändchen zu einem Rückbiss führt. Es gibt eine genetische Disposition dazu. Eine traumatische Geburt bei der viel Schub auf das Gesicht statt findet, wäre auch eine mögliche Ursache.

Kindliche Entwicklung

Wenn sich das physiologische Schluckmuster nicht einstellt, bei der die Zunge den Oberkiefer „massiert“, findet zu wenig Mobilisation der Kopfgelenke, der Kopfschwarte und des Occiput statt. Das Hyoid bleibt bewegungseingeschrängkt. Meist flacht sich in Folge das Occiput ab , die Halsfaszien sind restrikt, die Mobilität der beiden Claviculae schränkt sich ein und der Herzbeutel ist rigide. Die linke Zwerchfellkuppel hat oft eine erhöhte Spannung. Diese Kinder haben häufig auch eine Neigung zur Strecktendenz.
Im 3. Lebensmonat müssen die Säuglinge (4,5) die Grundreflexe wie ATNR, STNR usw. abbauen, damit sich die höheren Funktionen wie Gleichgewicht, Hören, Sehen, Proprioception aufbauen können. Hier ist eine gute Mobilität der oberen Kopfgelenke von höchster Bedeutung.
Prof. Breul wies in einem Faszienkurs darauf hin, dass die externe Kopfschwarte gegenüber den duralen Einscheidungen im Bereich der Kopfgelenke wie die Falx Cerebri, dem Duralsack des Rückenmarks wie eine Wippe funktioniert. In der Osteopathie besteht über den Core link eine enge Verbindung zwischen den Falxen und den unteren Anheftungen des Duralschlauchs im Bereich des Beckens. Beim kleinen Kind sind die inneren und äußeren Hirnhäute noch nicht getrennt. Um so wichtiger ist dann eine ausreichende Dynamik der inneren und äußeren Bedeckungen des Gehirns. Graham Scarr (7) weist in seinem Artikel in der Zeitschrift DO auf diese Zusammenhänge hin. Eine fehlende Mobilität hier kann ganz vielfältige Probleme in der Gehirnentwicklung zur Folge haben, sich aber auch noch in ganz anderen Bereichen zeigen wie die Entwicklung des Kiefers, des Nasen- und Mundraumes, den Augenhöhlen, dem Zwerchfellbereich mit Manubrium, Sternum und Rippen, den Hüften usw. (8)

Herz

Direkt nach der Geburt finden im Bereich des Herzeingangs Umgestaltungen statt. In der Wand der Vorhöfe muss sich das Foramen ovale schließen. Im Bereich der Aorta, den Lig. teres, den Lig. umbilicalia kommt es zu Umstrukturierungen. Durch die Festigkeit des Mundbodens, der Halsfaszien, der zentralen Sehnen bleiben hier in den sensiblen Zonen wie der Aorta, den beiden Art. brachiocephalica eine erhöhte Spannung. Die praktische Erfahrung zeigt, dass eine Entspannung im Bereich des Thoraxeingangs den Säugling unterstützt, dass diese Umbildungen sich entwickeln können und dass sich das Foramen ovale in den Atrien schließt. Für die explosionsartige Entwicklung des Gehirns ist eine gute Durchblutung wichtig. (9)

Durchblutung Gehirn

Stecco (10) und Meert (11) stellen die Verhältnisse im Bereich des Mundbodens und seiner Beziehung zu den arteriellen Zuflüssen zum Gehirn dar. Fehlspannungen im Mundbodenbereich können zu Durchblutungsstörungen des Gehirns führen. Meert weist ebenfalls auf die Bedeutung der syhphonartigen Schlingen der Art. vertebralis und der Art. carotis int. hin. Diese sollen den Blutfluss in den Arterien verlangsamen, so dass im Bereich des Gehirns die Nährstoffe besser abgegeben werden können. Lemcke und Meier Ärzte der Neurochirurgie im Unfallkrankenhaus Berlin stellen in ihrem Artikel dar, dass unelastische Hirnschlagadern zu zu heftig pulsierenden Blutfluss im Gehirn führt und möglicherweise die das Ventrikelsystem schädigen können, dass es möglicherweise zu einem inneren Hydrocephalus kommt. Die Veränderungen im Ventrikelbereich führen ihrer Ansicht nach eventuell zu Demenz. Spannungen im Mundbodenbereich machen die Carotis und Vertebralisarterie vulnerabel und können so die Entstehung von Plaques fördern.

Lymphe

Erst vor sehr kurzer Zeit wurde von Knipis entdeckt, dass das Gehirn doch über ein Lymphsystem verfügt. Nach Aussagen des Forscherteams folgt das Lymphsystem den Arterien in den Schädel, fließt in den Hirnhäuten und wird entlang den Venen wieder abtransportiert. Der Transport wird durch Hilfszellen, so genannte Astrozyten, unterstützt: Sie verbinden Zu- und Ableitung und verfügen vor allem an den Kontaktpunkten mit den Blutgefäßen über Wasserkanäle (Aquaporine), die Wasser in den interzellulären Raum gelangen lassen. Als die Forscher diese Aquaporine hemmten, ließ die Leistung des Abtransports erheblich nach.
In den Kursen Tiefencranio weist Neumann darauf hin, dass sie in Präparationskursen mit Prof. Breul darstellen konnten, dass die einzelnen Gehirnstrukturen wie Thalamus, Hypothalamus usw. mit Faszien umscheidet sind. Gerade für uns Osteopathen erklären diese Entdeckungen einige Phänomene, denen wir bei unserer Arbeit begegnen, zeigen aber auch die Wichtigkeit der Arbeit mit dem faszialen System des Schädels.
Bei der Arbeit mit Kleinkindern, bei denen der Schädelknochen noch nicht von den Hirnhäuten getrennt sind, begegnen wir immer wieder Kinder mit einem sehr harten, kompakten Schädel. Gerade hier ist die Arbeit mit dem gesamten faszialen System des Schädels, den Falxen, der Dura, dem Bereich der Sutura occipitomastoida, dem M. sternocleido und dem Mundboden von großer Bedeutung um die Gesamtdynamik des Schädels zu aktivieren.
In der Osteopthie gibt es das Konzept der Diaphragmen, die alle zusammenarbeiten. Für mich stellt sich der Mundboden ebenfalls als Diaphragma dar, das mit der Atembewegung wie auch der Beckenboden mitschwingt. Über das fasziale System ist der Mundboden mit der Achselhöhle verbunden. Herrscht hier zwischen Mundboden, Platysma, Schlüsselbeine und dem Pectoralis major und minor zu viel Spannung, kann die Lymphe über den venösen Rappel nicht genügend abtransportiert werden.

Venöses System

Meert (14) zeigt sehr anschaulich die Funktion des venösen Systems. Thon (15) weist auf die Bedeutung des Venensystems um das Rückenmark herum hin. Kavales, portales und vertebrales Ve- nensystem funktionieren eher parallel zueinander als aufeinanderfolgend und repräsentieren die 3 embryologischen Gewebederivate Mesoderm , Entoderm und Ektoderm Das vertebrale Venensys- tem ist mit allen venösen Systemen (außer dem koronaren) verbunden und ihm kommt dadurch eine vermittelnde Rolle zu. Es besitzt keine Klappen und auch keine festgelegte Flussrichtung. Vielmehr kann es Druck aus dem portalen oder kavalen System aufnehmen und umleiten und dient dadurch dem Erhalt der inneren Homöostase. Das darin enthaltene Blut bewegt sich ebbe- und flutartig auf und ab und erneuert sich durch den regelmäßig Zu- und Abstrom. Dies widerspricht der Vorstellung eines sich ständig im Kreis bewegenden Systems.
Unser Augenmerk sollten wir auf die Orte der Anastomosen zwischen den 3 Systemen legen. Diese liegen im Bereich des Beckendiaphragmas und des abdominalen Diaphragmas, wo sich portales, kavales und vertebrales System treffen, und im kranialen Bereich in der Region um den Sinus cavernosus und Plexus venosus pterygoideus, wo das vertebrale System über die kranialen Sinus die zentrale Achse verlässt und weiter peripher in das kavale System einmündet.
Ein Stau oder Fehlspannungen im Bereich der Anastomosen führt zu einem verminderten Abtransport der Metaboliten. Eine verstärkte Füllung führt zu einer mangelnden Flexibilität der Wirbelsäule.

Nerven
Meert beschreibt ausführlich die Lage der Nerven im Bereich des Mundbodens und mögliche Entrapment-Syndrome. Ich möchte das Augenmerk noch auf eine weitere Region lenken, deren Bedeutung von Porges in seinem Konzept „Die Polyvagale-Theorie (17,18) dargestellt wurde. Er zeigt wie stark diese Region für unseren emotionalen Ausdruck wichtig ist. Wenn bei dem kleinen Kind es hier bereits zu Funktionsstörungen kommt und der sprachliche Ausdruck, der Gesichtsausdruck, die Steuerfähigkeit von Herz und Lunge eingeschränkt sind, braucht das auch im späteren Leben immer eine erhöhte Kraft um gegen die Widerstände anzuarbeiten. Bei unserer täglichen Arbeit begegnen wir vielen Patienten mit einem hohen Tonus im Bereich des Nackens, dem Gesicht und Mundbereich. Sich mimisch nicht genügend ausdrücken zu können, oder Stress im Mundbereich abbauen zu können wird sich auf den psychischen Bereich auswirken. Diese Spannung saieht man den Meschen oft schon im Gesicht an.

Fasziales System
Myers zeigt in seinem Buch Anatomy trains im Anhang den engen Zusammenhang der myofaszialen Ketten mit den Meridianen der chinesischen Medizin. In der TCM gehören der Funktionskreis Herz und Dünndarm, zusammen mit dem 3 facher Erwärmer (Schilddrüse) und dem Herzbeutel . Diese Zusammenhänge kann man in der faszialen Arbeit bei den kleinen und großen Patienten nachvollziehen. Bei den Kleinen, die einen Rückbiss haben, findet man Spannungen vom Mundboden über die Halsfaszien, Schlüsselbeine, Herzbeutel bis in den Bereich der linken Zwerchfellkuppel. Bei diesen Kindern ist dann nach kranial eine erhöhte Spannung im Bereich des gleichseitigen Occiput und Temporale. Durch die erhöhte intraossäre Spannung im Os temporale kann es möglicherweise zu Ohrproblemen kommen.
Eine weitere wichtige myofasziale Kette ist die oberflächliche Frontallinie. Die Spannungen aus dem Mundbodenbereich übertragen sich unter anderem auf das Brustbein. Viele dieser Kinder haben die Tendenz zu einer Trichterbrust. Gerade der Bereich des Processus xyphoideus wird hier resrikt. In diesem Bereich (20) kreuzen viele Kraftlinien innerhalb des faszialen Systems. Über das Zwerchfell ist dieser Bereich mit den Zwerchfellschenkeln verbunden. Diese Patienten ob groß oder klein neigen hier zu Bewegungseinschränkung in Lateralflexion und Rotation. Bei den Kleinen drückt sich dies oft durch ein verspätetes Krabbeln aus. Diese Region ist durch die zentrale Sehne mit der Vorderseite der WS verbunden bis zum Foramen major und kaudal bis zum Os coccsys. Wie im Bereich der Kopfgelenke die äußeren und inneren Strukturen zusammen wirken müssen, so auch hier.
Durch die Spannungen im Bereich des Herzeingangs, im Bereich der Zwerchfellschenkel, aber auch im Bereich des Leistenbandes kann hier möglicherweise der Blutfluss und Abfluss Richtung Bein gestört werden. Bei vielen Kleinen findet man eine fehlende Moblilität der ISG, Beckenboden, Membrana obturatoria (Blutzufluss zur Hüfte) und Adduktoren. Diese Spannungen hier können im Blutsystem aber auch in der Propreoception (Gangbild)sich ausdrücken.

Zunge

G. Meert (3) beschreibt in seinem Buch Veno-lymphatischer kraniosakrale Osteopathie den Aufbau der Zunge und ihre Zusammenhänge. Bei den Kindern mit dem zu kurzen Zungenbändchen wird im Laufe der Entwicklung oft der obere Anteil der Zunge hypermobil, während der untere Anteil wie der M. mylohyoideus, M. digastricus verkürzt bleiben. Diese Spannung setzt sich über die Zentrale Sehne in das Mediastinum fort. Bei diesen Kindern ist die Zunge nicht beweglich genug, um alle Buchstaben gut formen zu können. Oft werden sie für Jahre in die Logopädie geschickt. Oft wird das zu kurze Zungenbändchen übersehen, da nicht zwischen oberen Anteil der Zunge und dem Mundboden unterschieden wird. Um dies differenzieren zu können muss man die HWS im Liegen in eine neutrale Stellung bringen, den Patienten bitten, den Mund zu öffnen. Dies ist in dieser Position schon für viele dieser Patienten schwierig. Dann ergreift man die Zungenspitze mit einem Küchenkrepp und zieht sie zuerst nach vorne, dann zu beide Seiten und nach kranial. Dies kann für den Patienten schmerzhaft sein. Bewegt man dann noch den Platysma, die Clavicula, die Schulter, die oberen Rippen, dann ist eine deutliche Erhöhung der Spannung in den Strukturen zu spüren. Bei manchen der Patienten wird die Zunge breiter, wenn man sie bittet diese nach vorne zu schieben.
Oft ist es diesen Patienten nicht möglich bei neutraler HWS den leicht geöffneten Kiefer nach links oder rechts zu verschieben und dabei die Zunge gegengleich zu bewegen. Um die tägliche Kaufunktion, hier vor allem die Mahlbewegungen ausüben zu können, werden diese Patienten die HWS in eine Überstreckung bringen, was dann einen Hypertonus der kurzen Nackenmuskulatur und der Kaumuskulatur zur Folge hat.

Sprachentwicklung (21)

Sprachentwicklungsströungen können folgende Ursachen haben:
Organisch-somatische Ursachen
Hierzu zählen Anomalien der Sprachwerkzeuge wie anatomische Veränderungen der Lippen, des Kiefers, des Gaumens und der Zunge.
Hörstörungen
wie Schwerhörigkeit, chron. Ohrentzündungen. Zentrale Hörstörungen wie auditive Wahrnehmungsstörungen ( mögliche Ursache einer Legasthenie)
Hier spielen die auditive Aufmerksamkeit, die Beeinträchtigung der Lautdifferenzierung, eine verkürzte Hör-Merk-Spanne, eine Beeinträchtigung der akustischen Figur-Grund-Wahrnehmung, oder eine Beeinträchtigung des Richtungshören statt.
Neurologische Störungen
u.a. durch neuromuskuläre Störungen im Bewegungsablauf.
kognitive Beeinträchtigung, Mehrsprachigkeit, Soziale Beeinträchtigung und weitere.
Näseln
Hierfür sind meist die Wucherungen oder Schwellungen in den Nasengängen verantwortlich. Wie ich bereits oben beschrieben habe, haben diese Kinder oft Lymphabflussstörungen, auch verursacht durch Spannungen im Bereich des Gaumensegels.

Das kleine Kind muss seine Umwelt mit allen Sinnen wahr nehmen. Greifen ermöglicht das begreifen. Bewegung, Wahrnehmen und Lernen sind unmittelbar verbunden. Durch eine fehlende Mundraumerfahrung durch zu viel Spannung in diesem Bereich und damit auch zu wenig propreoceptive Erfahrung und Aufbau der sensorischen Felder im Gehirn führen zu Problemen im Laufe der Entwicklung.
Bei den betroffenen Kindern ist auffällig, dass sie oft eine erhöhte Spannung im Bereich der Os temporale aufweisen. Hier liegen das Broca und Werneckezentrum für die Sprache. Im Bereich der Os parietale wo die sensorischen Felder und sensorischen Assoziationsfelder hat ebenfalls oft Spannung.
Auch die zu hoher Tonus im Bereich des Zwerchfells und im Schlundbereich kann hier zu Problemen führen. Sprechen ist eine aktive Ausatmung.
Sprache zu lernen ist ein äußerst komplexer Vorgang, der viele Sinne mit einbezieht und für unsere sozialen Beziehungen entscheidend ist.

Wir sollten als Osteopathen, die mit kleinen Kindern haben von Anfang an dem Mundraum und seiner Entwicklung die nötige Bedeutung zumessen. So können wir helfen, dass sich die Durchblutung des Gehirns gut aufbaut, die Kopfgelenke als Sinnesorgane für die räumliche Orientierung entwickeln, dass Sprechen und Hören gut funktioniert und sich die Wirbelsäule gut in die Achse stellt.

1 Lynn Haller, DO 2013, 11 (3) 25-30 Osteopathische Diagnostik und Behandlung bei Stillproblemen
2 Stecco, Urban & Fischer Atlas des menschlichen Fasziensystems
3 Guido Meert, Urban & Fischer, Veno- lymphatische kraniosakrale Osteopathie S.252 ff
4 Lise Eliot, Berlin Verlag, Was geht da drinnen vor
5 Torsten Liem, Hippokrates, DO 1/2009, Auswirkung persistierender Reflexe auf die auditorische und visuelle Wahrnehmung
6 Prof. Reiner Breul, Faszienkurs Alexanderbad, Kursaufzeichnungen
7 Graham Scarr, DO 10/2010, Das Schädeldach als Tensegrity-Struktur
8 Guido Meert, Urban & Fischer, Veno- lymphatische kraniosakrale Osteopathie, S 254- 262
9 www.embryology.ch, Blutfluss vor und nach der Geburt, Animation
10 Carla Stecco, Urban & Fischer, Atlas des menschlichen Fasziensystems, S. 132- 138
11 Guido Meert, Urban & Fischer, Veno- lymphatische kraniosakrale Osteopathie S. 191-196 und 213-215
12 Geist und Gehirn, Spektrum Verlag, Nr. 6/2013, S. 66-71
13 http://www.spektrum.de/news/neu-entdecktes-kanalsystem-reinigt-das-gehirn/1159748
14 Guido Meert, Urban & Fischer, Veno- lymphatische kraniosakrale Osteopathie S 198-208
15 Thon N. Stimmt unsere Vorstellung vom venösen System? DO – Deutsche Zeitschrift für Osteopathie 2014; 3: 21–23
16 Guido Meert, Urban & Fischer, Veno- lymphatische kraniosakrale Osteopathie S 347-363
17 M.Harris, DO 2016; 14(02): 11-13, Die Polyvagal-Theorie
18 Stephen Porges, Auditorium, Neurophysiologie der Selbstregulation
19 Thomas Myers, Urban&Fischer, Anatomy trains, S.341-349
20 Carla Stecco, Urban & Fischer, Atlas des menschlichen Fasziensystems, S. 157
21 Hessisches Sozialministerium, Sprachentwicklung und Sprachförderung bei Kindern

Weiterführende Links:

Current Info on Tongue  and Lip Tie

Adult Frenectomy For Pain Relief: Osteopathic Considerations


http://www.ankyloglossiabodyworkers.com
http://www.bodywork.org.uk/parents.html

Biodynamische Osteopathie

Dynamik

Dynamik

Die biodynamische Osteopathie basiert auf der Arbeit von W.G. Sutherland, D.O..
Er entwickelte ein physiologisches und therapeutisches Model, welches auf klinischer Anatomie, den Kräften der Embryologie, der direkten Wahrnehmung der Naturgesetze, der unwillkürlichen Autokorrektur und der Selbstheilungskräfte im Körper basiert.
Die embryologische Basis hierfür hat in einer geradezu perfekten Weise der deutsche Embryologe Prof. Erich Blechschmidt erforscht und geschaffen.
Als der amerikanische Osteopath Dr. James S. Jealous D.O. 1982 einen Vortrag über Embryologie für die „Sutherland Cranial Teaching Foundation“ vorbereitete, fiel ihm das Buch „Biokinetik und Biodynamik der menschlichen Entwicklung“ der Embryologen Dr. Blechschmidt und Dr. Gasser in die Hände.
Dr. Jealous las Dr. Blechschmidt’s Beschreibung der embryologlischen Entwicklung der metabolischen Felder und verknüpfte dies mit dem, was Dr. Sutherland, Begründer der Craniosacralen Osteopathie, als die Flüssigkeitsfelder beschrieben hatte: Dr. Blechschmidt sah den ganzen Embryo in einem morphogenetischen Feld, während Dr. Sutherland einen physischen Körper in Kommunikation mit einem Flüssigkeitskörper beschrieben hatte.
Dr. Jealous vereinte dieses Wissen und bereitete mit der Entwicklung feiner Wahrnehmungs- und Behandlungstechniken einen neuen Weg in der Osteopathie, die Biodynamische Craniale Osteopathie war geboren.
Diese Arbeit ist noch sanfter und subtiler als die traditionelle Osteopathie.
Ziel biodynamischer „Techniken“ ist es, den Patienten in seiner Gesamtheit zu behandeln und ihn mit den Gesundungsprozessen im Körper in Kontakt zu bringen.
So wird nicht ein Segment im Patienten zum Neutralpunkt, sondern dessen gesamter Körper – mit Erreichen dieses Neutralzustandes entsteht ein Gleichgewicht im vegetativen Nervensystem – Homöostase.
Wendet man nun an diesem Punkt bestimmte Prinzipien an, kommt ein therapeutischer Prozess in Gang, der den Menschen als Ganzheit erreicht.
Der Osteopath benützt seine Hände zur Wahrnehmung, Diagnosestellung und Behandlung.
Die Aufmerksamkeit richtet sich hierbei nicht auf die Suche nach Symptomen und Dysfunktionen, sondern auf das Erkennen von Prioritäten, welche die innewohnende Gesundheit vorgibt und welche unterstützt werden sollen.

Verfasst von Claudia Biesinger

Forschung im Bereich der Osteopathie

Immer wieder wird von Medizinern der Osteopathie vorgeworfen, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise über ihre Wirksamkeit gäbe. Dies stimmt so nicht. Größere validierte Studien sind als Privatmann kaum zu leisten. Da die Osteopathie immer mehr auch als Bachelor und Masterstudiengang angeboten wird, ist es jetzt möglich, Arbeiten im Bereich der universitären Forschung zu erstellen.

In den Vereinigten Staaten ist Osteopathie ein ärztliches Studium und hier gibt es eine Vielzahl an Forschungsarbeiten. Diese Arbeiten sind in den entsprechenden Suchmaschinen zu finden wie z.B. medline. Exemplarisch möchte auf eine Studie von Frau Belinda Coulton verweisen: „Osteopathische Forschung bei Kindern“. Diese Arbeit ist bei www.thieme-connect.de/ejournals unter http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1557854 einsehbar.

Eine Gruppe russischer Ärzte in Sankt Petersburg hat mehrere Studien im Kinderbereich verfasst.

www.rusosteopathy.com/rvsom/stat202.doc

Hier in Deutschland werden wissenschaftliche Arbeiten durch den “Förderverein für osteopatische Forschung“ unterstützt. Es existiert eine Studie zu chronischen Rückenschmerzen. Diese ist unter folgendem Link herunter zu laden:

www.foerderverein-osteopathie.de/

Weitere wissenschaftliche Arbeiten sind gegen eine Unkostenentschädigung unter folgender Adresse zu erhalten:

http://www.german-afo.de/diplom.html
Hier handelt es sich um Diplomarbeiten, die von der „Akademie für Osteopathie“ gefördert wurden.

Um den Wissenschaftler Robert Schleip wird an der Uni Ulm zum Bereich der Faszien geforscht. Die Faszien stellen eines der großen Arbeitsfelder der Osteopathie dar.

https://www.uni-ulm.de/med/…/faszienforschung.html

Information zum Schlafverhalten und Schreien beim Baby / kleinen Kind

Baby

Baby (Foto: gettyimages.com)

Schlafen will gelernt sein

Bei der Geburt ist das Schlafverhalten des Säuglings noch unausgereift. Tag- und Nachtrhythmus sind noch nicht ausgebildet und das Schlafbedürfnis ist sehr individuell. Dabei muss das Schlafverhalten des Kindes langsam an die Bedürfnisse der sozialen Umgebung angepasst werden. Weiterlesen

Der Schädeleingang, das Nadelöhr im Körper

Funktionsbereiche des menschlichen Gehirns

Funktionsbereiche des menschlichen Gehirns (Foto: Fotolia.com)

Der Schädeleingang, das Nadelöhr im Körper
Dieser Bereich heißt auch der magische Zentimeter. In keiner anderen Region des Körpers wird so viel organisiert. Eine Behandlung dieser Region hat auf viele Systeme des Körpers Einfluss. Weiterlesen

Rückenprobleme – eine erweiterte Sicht

Mann mit Rückenschmerzen

Mann mit Rückenschmerzen (Foto: Fotolia.com)

Man hat Rückenprobleme und geht zum Arzt. Dieser lässt ein Röntgenbild machen und es wird eine Vorwölbung der Bandscheibe festgestellt, welche dann meist an den Rückenschmerzen Schuld sein soll. Wenn ein relevanter Bandscheibenvorfall vorliegt, ist dies meist schon sehr eindrucksvoll an der Schonhaltung des Patienten zu sehen und jede Bewegung und damit ein weiterer Zug auf die Gleitlager des Ischias z.B. löst heftige Schmerzen aus. In ganz vielen Fällen liegen jedoch andere Ursachen vor. Weiterlesen

Schädelasymmetrie, Kiss-Syndrom

Baby

Baby (Foto: Fotolia.com)

Am Ende der Schwangerschaft werden die räumlichen Verhältnisse für den Embryo immer enger. Manche Kinder rutschen schon sehr früh ins kleine Becken oder die Mutter hat Anomalien, Verletzungen usw., die den kindlichen Kopf beengen können. Vielleicht sind es Zwillinge, die sich gegenseitig den Platz streitig machen. Auch eine heftige Geburt, eine ungünstige Geburtsposition wie der Sternengucker, der Einsatz einer Sauglocke und noch weitere Problematiken können den kindlichen Kopf beeinflussen und es kann hier zu Verschiebungen der Schädelplatten kommen. Weiterlesen

Faszien, ein faszinierendes System

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen (Foto: Fotolia.com)

In der letzten Zeit wurde von Seiten der Medien den Faszien immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt und die Wissenschaft erforscht dieses System immer weiter. In der Osteopathie und im Rolfing, deren Begründerin Ida Rolf war, wird den Faszien in der Behandlung eine große Bedeutung geschenkt. Weiterlesen