Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Schwangere Frau mit Kind

Schwangere Frau mit Kind (Foto: Fotolia.com)

Rückenprobleme in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann der Osteopath für die werdende Mutter viel Gutes tun.

Im Vorfeld der Schwangerschaft kann die osteopathische Behandlung die Mobilität des Beckens verbessern. Durch Techniken im Bereich der Eingeweide und des Blutsystems kann die Durchblutung verbessert werden. Um schwanger zu werden ist die Beweglichkeit von der Gebärmutter und den Eileitern von Bedeutung. Über fasziale Zusammenhänge ist der Bereich von Blase und Gebärmutter über das Zwerchfell mit dem Brustkorbeingang und dem Halsbereich verbunden. Da die Schilddrüse für die gynäkologischen Hormone wichtig ist, sollte auch hier für eine gute Funktion gesorgt werden. Spannungen im Bereich des Schädels und hier vor allem im Bereich Thalamus, Hypothalamus und Hypophyse können das hormonelle Gleichgewicht stören. Hier kann die craniale Osteopathie die Schaltung der hormonellen Achse unterstützen.

In der Schwangerschaft kommt es zu einem starken Wachstum der Gebärmutter und ihrer Bänder. Ein wichtiges Band ist das Mutterband, das wie Zügel auf die untere Gebärmutter wirkt und in den Schamlippen mündet. Die Veränderungen hier bringen viel Zug auf das Schambein, das Leistenband, den Beckenboden und die Adduktoren. Dies kann beim Gehen und Stehen zu Problemen führen. Durch das wachsende Kind wird der Darm verdrängt. Dadurch kann die Beweglichkeit der Darmbeingelenke einschränkt werden. Das obere Ende des Dickdarms, der wie ein Quadrat aussieht, ist das Zwerchfell. Mit zunehmender Schwangerschaft kommt es zu einer Enge, was die unteren Rippen und die Atmung einschränkt. Damit wird der Magen eingeengt, was immer wieder zu Sodbrennen führt. Ein Lösen des „Containers“, in dem Kind und Darm liegen, sorgt für eine bessere Durchblutung und Entstauung. Dadurch gibt es wieder mehr Raum und die Versorgung des Kindes wird verbessert. Bei Frühgeburtsbestrebungen baut diese Entspannung den Druck nach unten ab.

Traumatische Geburt, Babyblues

Sollte eine Geburt heftiger gewesen sein oder es wurde eine Saugglocke eingesetzt, kann es zu folgenden Problemen kommen:
Die Nieren können tiefer zu liegen kommen und in ihrer Funktion eingeschränkt werden.
Der Zug kann bis in den Bereich der Hypophyse wirken, da diese über die Hirnhäute mit dem Steiß verbunden sind. Das kann den Babyblues zur Folge haben. Hier hilft ein Entspannen der Beckenstrukturen, ein Anheben der Gebärmutter und ein Lösen der faszialen Spannungen im Bereich der Hypophyse. Das hilft auch, dass das Hormon Oxytoxin geschaltet wird, welches unser Bindungshormon ist, und zu diesem Zeitpunkt prägend für Mutter-Kindbeziehung ist.
Die osteopathischen Techniken helfen, dass sich die venösen Stauungen im Beckenbereich lösen und die Rückbildung besser statt findet.
Auch bei einem Kaiserschnitt kann die Osteopathie frühzeitig helfen, dass es zu keinen Verklebungen im Narbenbereich kommt und die Gewebe wieder schneller ihre natürliche Funktion erreichen.
( Für das Kind siehe Beitrag Schädelasymmetrie)

Stauungen im Brustbereich

Sollte das Kind schlecht trinken (siehe Beitrag Stillprobleme) kann es bei der Mutter zu Stauungen in den Brüsten kommen. Hier kann die Osteopathie helfen, diese Stauungen im Lymphsystem abzubauen und die Spannung in den Muskeln des Schulter- und Nackenbereichs zu lösen.Damit wird die Mutter- Kind Beziehung stressfreier und das wichtige Stillen kann unterstützt werden.